Das Wort „aerob“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „auf Sauerstoff angewiesen“. Aerobic ist demnach ein Training, das im Sauerstoffüberfluss stattfindet und nicht zu anstrengend ist. Im Englischen ist das Adjektiv aerobic in den 1960er Jahren zum Nomen geworden: aerobics, wahrscheinlich in Anlehnung an das Wort gymnastics. Der Begriff wurde von Kenneth H. Cooper, Sportmediziner und Astronautentrainer, durch das im Jahre 1968 erschienene Buch "Aerobics" verbreitet. Cooper propagierte Herz-Kreislauftraining zur Steigerung der Fitness und sein Buch löste die Joggingwelle aus. Die Amerikanerin Jacki Sorensen vermischte etwa später Joggen (auf kleinstem Raum) mit tänzerisch-gymnastischen Bewegungen, nahm Musik hinzu und gilt seither als Urheberin des Aerobic Dancing und somit von Aerobic.
Eine Aerobic-Trainingsstunde ist üblicherweise so aufgebaut, dass sich die Teilnehmer in der Gruppe zunächst aufwärmen. Darauf folgt die Herz-Kreislauf-Trainingsphase und zum Abschluss kühlen sich die Aerobic-Teilnehmer langsam ab und dehnen sich. Dazu passend steigt das Musiktempo im Verlauf der Trainingsstunde an und wird zum Ende hin wieder langsamer.
Aerobic ist ein Herz-Kreislauf-Training mit Musikunterstützung. Während des Trainings werden verschiedene Schrittfolgen an die Musik angepasst, wobei der ganze Körper beansprucht wird. Hauptsächlich fokussieren sich die Übungen auf den Erhalt und Aufbau von Ausdauer und Koordination. Verschiedene Hilfsgeräte (Kleinhanteln, Gummibänder, Bälle u.a.) können den Trainingseffekt erhöhen und Variationen bieten. Auch andere Trainingsformen wie Bodystyling, Step-Aerobic und Bodyshaping arbeiten mit Grundelementen aus dem Aerobic.