Gastbeitrag von Sabrina Holl, Dipl. Oecotrophologin und Leiterin Medical Wellness im Jammertal Golf & Spa-Resort.
Am Sonntag ist es soweit: Der Osterhase verteilt wieder bunte Eier in den Gärten und viele werden sich mit einem schlechten Gewissen plagen, das sie mit dem Eierverzehr verbinden. Immer noch weit verbreitet ist nämlich der Glaube, dass Eier für unsere Gesundheit schädlich seien, vor allem aufgrund des hohen Cholesteringehaltes.
Inzwischen haben allerdings zahlreiche Studien genau diese Annahme widerlegen können. Das mit der Nahrung aufgenommene Cholesterin beeinflusst unseren im Blut messbaren Cholesterinwert nur sehr geringfügig.
Den größten Teil des Cholesterins bildet der Organismus selber in der Leber. Denn das Cholesterin ist ein lebensnotwendiger Baustoff, den unser Körper für die Produktion von Zellmembranen und Hormonen benötigt. Nur Menschen, die genetisch bedingt vorbelastet sind oder bereits Risikofaktoren für einen Herzinfarkt haben, sollten nicht mehr als drei Eier pro Woche essen.
Im Hühnerei befinden sich neben essentiellen Fettsäuren und Eiweißen auch wertvolle Mineralien und Vitamine wie Folsäure, Biotin und Vitamin D. Eben jeder wichtige Nährstoff, den ein junges Küken im befruchteten Ei zum Heranwachsen benötigt.
Auch für eine starke Sehkraft sind Eier unerlässlich. Unsere Sehzellen sind täglich verschiedenen Umwelteinflüssen und der Sonnenstrahlung ausgesetzt, die dafür sorgen, dass sich freie Radikale bilden. Diese wiederum lassen unsere Augen altern und beeinträchtigen unser Sehvermögen. Die im Eigelb enthaltenen Carotinoide Lutein und Zeaxanthin wirken hier antioxidativ und bieten uns einen super Schutz gegen diese freie Radikale.
Aber: Augen auf beim Eierkauf!
Wichtig ist, dass Sie auf die Qualität des Eis achten. Zum Einen, damit Ihre Gesundheit von Eiern profitiert, in denen noch die wichtigen Vitalstoffe stecken. Und zum Anderen schmecken Eier von glücklichen Hühnern bedeutend besser! Jedes Ei ist mit einem in der EU einheitlichen Code (Stempelnummer) gekennzeichnet, von dem die erste Ziffer verrät, wie das Huhn gehalten wurde. Dabei sollten Sie ausnahmslos auf die Ziffer „0“ achten. Somit können Sie sicher sein, dass es sich um ökologische Tier-Haltung handelt. Oder besuchen Sie mal wieder einen Bio-Hof oder Bauernhof in Ihrer Umgebung. Hier können Sie oftmals auch weitere Vitalstoffbomben in Form von Obst und Gemüse aus eigenem Anbau erwerben!
Übrigens: Inzwischen weiß man, dass ein Zuviel an Transfetten, Zucker und Kohlenhydraten sich sehr nachteilig auf die HDL- und LDL- Blutwerte (Gesamtcholesterin) auswirken. Somit macht es wenig Sinn, diese Blutwerte in den Griff bekommen zu wollen, indem man auf cholesterinreiche Nahrungsmittel verzichtet, aber gleichzeitig zu Brot, Nudeln, Cornflakes und Fertigprodukten greift. Daher ist es ratsam als Eier-Liebhaber den Verzehr von Kohlenhydraten zu reduzieren, was gar nicht schwer fallen dürfte, da Eier sehr satt machen. Besonders wenn man diese beispielsweise mit viel Gemüse und etwas Käse als Rührei oder Omlette in der Pfanne zubereitet.
Daher lautet meine Devise: Ran an die Eier! Und das nicht nur zu Ostern!
Rezept mit Eiern
Leichtes Gemüse-Omlette (für 2 Personen)
Zutaten:
1 Zwiebel
2 Paprikaschoten (gelb und rot)
150g Cocktailtomaten
1 Knoblauchzehe
2 Bio-Eier
2 El Schmand
Salz
Pfeffer
Thymian
Muskatnuss
Schnittlauch
Rucola
2 El Parmesan
Olivenöl
Olivenöl in der Pfanne erhitzen, Knoblauchzehe, Zwiebeln und Thymian bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten andünsten. Kleingeschnittene Paprika und Tomaten hinzufügen und weitere 2-3 Minuten mit dünsten.
Eier und Schmand verquirlen, mit Salz, Pfeffer und geriebenem Muskat würzen. Dann diese Ei-Mischung über das Gemüse gießen und bei geringer Hitze 5-8 Minuten stocken lassen – je nachdem, wie fest Sie das Ei mögen. Zum Schluss mit geriebenem Parmesan garnieren, Rucola und Schnittlauch über das Gemüse-Omlette geben und servieren.


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