
So bunt ist Sommerfrische an der Ostsee. (Bild: Helga Ewert / pixelio.de)
Bunte Sonnenschirme im weißen Sand, üppig bestückte Picknick-Körbe, aus denen sich eine fröhliche Gesellschaft bedient und das Rauschen der Wellen vor blauem Horizont – so in etwa stellen wir uns die Sommerfrische des gehobenen Bürgertums vor. Und tatsächlich, die See mit ihrer frischen Luft und dem kühlenden Wasser gilt spätestens seit Ende des 19. Jahrhunderts als probates Mittel zur Stärkung der Gesundheit. Zu dieser Zeit entstanden all die prachtvollen Seebäder an den deutschen Küsten und wurden zu begehrten Zielen der Sommerfrischler.
Eines der am besten erhaltenen Seebäder ist Binz auf der Insel Rügen. Mit seinen rekonstruierten Villen aus der Zeit um die Jahrhundertwende (19./20. Jhd.) und dem hervorragend erhaltenen Ortskern mit seinen verspielten Jugendstil-Elementen ist das Seebad ideal, um einen Eindruck von der Pracht zu gewinnen, die die damaligen Sommerfrischler umgab. Wer mehr über die typische Bäderarchitektur erfahren möchte, der sollte jetzt im September nach Binz reisen. Dann findet nämlich der Monat der Bäderarchitektur statt, mit zahlreichen Führungen und Vorträgen rund um die attraktiven Bauten. Um es rund zu machen, übernachtet man dann im Wellnesshotel Grand Hotel Binz am ruhigeren Teil der Strandpromenade: Das Gebäude ist nämlich auch im Stil der Bäderarchitektur erbaut – modern interpretiert.
Und natürlich spricht auch hier und heute nichts dagegen, sich einen Picknick-Korb zu packen, den bunten Sonnenschirm unter den Arm zu nehmen und mit Freunden und Familie fröhlich die Sommerfrische zu genießen!






