
Ganz schön stressig manchmal!
Die Partnerin winkt mit der Konzertkarte für eine Operninszenierung, auf die man schon ewig gewartet hat. Doch anstatt Freude zu empfinden, muss man sich Mühe geben, das Ganze nicht als eine Belastung zu empfinden. Der Jüngste hat die Sporttasche schon gepackt, es kann losgehen! Denn schließlich ist Kicken doch Papis großes Hobby. Doch auch hier ist von Freude nichts zu spüren. Während in der Vergangenheit alles darauf ausgerichtet wurde, diese begehrten Freizeittermine wahrnehmen zu können, legt sich heute die Erschöpfung bleiern über Körper und Geist. Seltsam leer, antriebslos und freudlos im Privaten – hochaufmerksam, energiegeladen und kraftstrotzend im Job. Wie passt das zusammen?
In einem Interview mit der Wirtschaftswoche nennt der Burn-out-Experte Bernd Sprenger fehlende Lebensfreude als ein wesentliches Symptom für einen sich ankündigenden Burn-out – besonders, wenn sie mit einer sehr hohen Leistungsbereitschaft im Job einhergeht. Wer also von sich behauptet, gern 120% auf der Arbeit zu geben, könnte sich bereits in einem Vorstadium zum Burnout befinden. Doch nicht jeder mit einem hohen Leistungswillen ist gefährdet. Es kommt auch darauf an, wie viel Gestaltungsfreiraum man in seiner Arbeit subjektiv empfindet. Je weniger Spielraum ich zu haben glaube, umso größer das Risiko. Kommen dann noch ungünstige Faktoren wie Bewegungsarmut, falsche Ernährungsgewohnheiten und mangelnder psychischer Ausgleich hinzu, wird die Gefahr besonders groß. Hier muss man dringend gegensteuern.
Glücklicherweise können bereits kleine Schritte nachhaltig zum Ziel führen: Wie bei allen Veränderungsprozessen steht zu Beginn die Erkenntnis über den Status quo. Im Anschluss kann man sich daran machen, die einzelnen Stressoren zu identifizieren und gezielt Grenzen setzen, um sie auf ein handhabbares Maß zu reduzieren. Dazu gehört auch, privaten Aktivitäten einen entsprechenden Stellenwert einzuräumen: Denn auch wer im Beruflichen überdurchschnittlich viel leistet, benötigt ein erfüllendes Leben abseits des Jobs. Mit bewussten Entscheidungen und Grenzen setzen für mehr Balance im Leben lässt sich schon viel gewinnen – und dann lebt auch die Freude über eine Konzertkarte oder die gepackte Sporttasche wieder auf!
Hilfreicher Begleiter für mehr Ausgleich zwischen Beruf- und Privatleben, dessen Lektüre dem Thema entsprechend kurz und knapp zu bewältigen ist.
Mehr zum Thema Work-Life-Balance gibt’s auch hier im Wellness-Blog.
(Bild: Thomas Pieruschek / aboutpixel.de)






