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Die Urlaubserholung erhalten – so gelingt die Rückkehr in den Job



Strand in Pismo Beach in Kalifornien

Nee, das ist ausnahmsweise mal nicht die Nordsee. Strand in Pismo Beach, CA.

Habe ich nicht gestern noch in diesem netten Straßencafé gesessen, mit Blick auf weiße Strände und tiefblaues Wasser? War es nicht erst vor wenigen Tagen, dass mich das Gefühl von Zeitlosigkeit euphorisierte – und mein Zuhause mir so fern erschien wie die Erinnerung an längst vergangene Zeiten. Nun sitze ich hier an meinem Arbeitsplatz, höre die Kollegen telefonieren, wühle mich durch Berge von Mails und spüre, wie die Erholung aus dem Urlaub zunehmend der Anspannung im Job weicht. Dieser Übergang fällt mir nicht leicht. Und das geht den meisten Menschen so.

Damit Sie der Urlaubsheimkehrerblues nicht so hart erwischt (und Sie die Erholung möglichst lange mit in den Arbeitsalltag nehmen können), haben wir Ihnen hier ein paar Tipps zusammengestellt:

1. Sich für die ersten Tage nicht zu viel vornehmen

Jetzt gilt es, realistisch zu sein und sich nicht mit zu vielen Aufgaben zu überfordern. Denn oft führt die Entspannung im Urlaub dazu, dass auch die geistige Leistungsfähigkeit ein wenig herunterfährt. (Keine Sorge, sie fährt auch zügig wieder hoch!) Als Faustregel gilt: Solange wir gebraucht haben, um uns im Urlaub zu entspannen, so lange dauert es auch, bis wir wieder richtig im Tritt sind. Da kommen leicht ein paar Tage zusammen. Hier sollte man ein wenig geduldig und nachsichtig mit sich sein.

Freiberufler und Selbstständige können sich den Einstieg erleichtern, indem sie Anrufbeantworter und Autoresponder ein bis zwei Tage länger einschalten. So kann man in Ruhe die anstehenden Aufgaben planen, ohne direkt von Mails oder Anrufen ins Tagesgeschäft gesogen zu werden.

2. Eine To-do Liste anlegen

Diesen Rat liest man immer wieder. Und er hilft wirklich. Denn mit dem Anlegen der To-do Liste geht man gedanklich alle anstehenden Aufgaben schon mal durch. Das gibt uns das Gefühl, unsere Arbeit im Griff zu haben. Außerdem dient eine solche Liste dazu, sich gerade in den ersten Tagen nicht in weniger wichtigen Tätigkeiten zu verheddern.
Und wer jemals erledigte Aufgaben von seiner Liste gestrichen hat, weiß: Das motiviert ungemein.

3. Bewusst kleine Rituale im Arbeitsalltag als Auszeit nutzen

Damit die Entspannung nicht gleich im Multitasking untergeht, sollte man bewusst kleine Rituale verfolgen und so regelmäßige Auszeiten einplanen: Eine kurze Teepause um Elf, der kleine Spaziergang nach dem Mittagessen, der entspannte Blick aus dem Fenster nach dem Lesen der Mails oder eine kurze Gymnastikeinheit am Nachmittag – diese kleinen Rituale ragen wie Bojen aus der täglichen Arbeitsflut. Sie erinnern uns daran, dass wir dem Ganzen nicht ausgeliefert sind und aktiv was für uns tun können.

4. Etwas verändern, wenn der Blues nicht weichen will

Die meisten Menschen sind nach spätestens zwei Wochen wieder in ihrem Arbeitsalltag angekommen und fühlen sich auch ganz wohl damit. Wer aber auch dann noch unter dem starken Kontrast von Freizeit und Job leidet, der sollte daraus eine Erkenntnis gewinnen und sich fragen, was er in seinem Alltag vermisst. Oft sind es kleine Verhaltensänderungen, die schon ein enormes Verbesserungspotential entfalten. Blicken Sie (oder lassen Sie von professioneller Seite blicken) über Ihre Arbeitsorganisation. Hier lässt sich in der Regel Einiges optimieren.

5. Das (beinahe) Wichtigste überhaupt: den nächsten Urlaub planen

Wer die nächste Auszeit schon im Kalender eingetragen hat, dem fällt die Rückkehr an den Arbeitsplatz besonders leicht. Beachtenswert ist: Für Gesundheit und Work-Life-Balance sind mehrere kürzere Auszeiten effektiver als die eine mehrwöchige Reise.

Und, wann machen Sie demnächst wieder Urlaub?

Tanja

Über 

Tanja ist auf der Suche nach allem, was das Leben genussreich und lebendig macht. Zu Essen und Wein sagt sie selten Nö – vorausgesetzt, es ist gut und lecker. Am liebsten kocht sie jedoch selbst. Dabei probiert sie immer wieder neue Richtungen aus, aktuelle Passion: Rohkost. Wenn Tanja nicht gerade beratend oder textend für ihre Kunden unterwegs ist, erfindet sie ihre eigenen Geschichten, die sie auch selbst illustriert – sind aber noch geheim ☺

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