Es ist immer das Gleiche: Nach der Landung springen die meisten Menschen nicht nur ganz schnell von ihren Plätzen auf, sie schalten auch als erstes ihre Mobiltelefone wieder ein. Mir ist es im letzten Urlaub ähnlich ergangen. Erwartungsvoll sah ich mein Handy an, doch leider hat mich der Mobilfunkanbieter im Stich gelassen. Anfangs habe ich das noch auf den Flughafen und eine mögliche Netzüberlastung geschoben. Nach einem halben Tag wurde ich dann doch nervös: Nicht auszudenken! Was ist, wenn mich jemand dringend erreichen will? Welche wichtigen Informationen aus Deutschland werde ich verpassen? Nun kann ich doch meine Erlebnisse mit niemandem teilen!
An den ersten Tagen habe ich mir noch die mobilen Endgeräte der Urlaubsbegleiter geschnappt, um meine Mails abzurufen. Nach drei Tagen wurde ich dann etwas ruhiger, konnte zeitweise sogar Sonne und Meer genießen und habe kaum noch an zu Hause gedacht. Mit der Zeit verblasste dann immer mehr das Verlangen nach Facebook, Google und Co.
Und gerade als ich mein „geliebtes Netz“ schon fast vergessen hatte, ergab sich der Zugang über Wifi im Nachbar-Hotel. Als ich dann meine E-Mails abrufen konnte musste ich feststellen: Ich habe nichts verpasst. Nichts ist zu Hause angebrannt. Alles ist gut. Auch die für mich relevanten Posts auf Facebook waren rasend schnell abgearbeitet. Und jetzt? Warum der ganze Aufwand? Wofür habe ich das Netz eigentlich gebraucht?
Wie schön doch das Leben sein kann, wenn man sich nur auf das Wesentliche konzentriert – Urlaub!







