Gastbeitrag von Angela Eyckeler, Mitarbeiterin in der Zentrale der Wellness-Hotels & Resorts
Einmal richtiges Detoxing erleben: Nachdem dieser Wunsch bereits drei Jahre in meinem Kopf herumschwirrt wird es in diesem Jahr Zeit das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Ich packe meine Sachen und reise nach Oberstdorf zu Schüle’s Gesundheitsresort & Spa um an einer Detoxing-Woche teilzunehmen. Dort eingetroffen habe ich ausgiebig Gelegenheit in Ruhe anzukommen und mich umzusehen denn draußen regnet es und die Berge sind im Nebel nur teilweise zu erkennen. Die Aussicht vor dem Fenster ist großartig, das grüne Tal und dahinter das Bergpanorama mit dem Nebelhorn in der Mitte.
Beim Abendessen nimmt mich gleich eine Servicemitarbeiterin in Empfang und weist mir einen Tisch zu. Ich darf an diesem Abend die gute Küche genießen und habe einen perfekten Ausblick auf die Alpen.
Detoxing Woche: Der Entlastungstag
Nach der ersten entspannten Nacht wird es ernst: der Entlastungstag. Ich bekomme meinen Plan für die Anwendungen, Sportprogramme und den Ablauf meiner Fasten- / Detoxing Woche. Der Morgen startet mit einem Frühstück bestehend aus Obst und Nüssen, Müsli und Kräutertee. Dann folgt eine Lymphdrainage und später habe ich ein Arztgespräch mit Untersuchung in der hauseigenen Arztpraxis. Daran schließt sich eine halbe Stunde Wassergymnastik und das Gespräch mit dem Küchenchef an. Der erläutert mir den Ablauf, gibt Tipps und wünscht mir gutes Gelingen. An diesem Tag gibt es mittags Rohkostsalat, Kartoffeln mit Gemüse und Quarkdessert, speziell für mich zubereitet und leichter und weniger reichhaltig als die normale Kost.
Den Rest des Tages vertrödele ich im Bademantel und schaue mir den Spa-Bereich und die Sauna an. Nachmittags bekomme ich noch einen Apfel und das Abendessen besteht aus Knäckebrot, Obst und einem Naturjoghurt. Um mich herum wird getafelt und das Essen gelobt. Da ist schon eine kleine Herausforderung standhaft und beim Detoxing zu bleiben.
Fasten - entschlacken mit Tee, Wasser, Saft und Brühe
Am nächsten Tag, dem ersten richtigen Fastentag, wird der Körper Schritt für Schritt auf das Entschlacken eingestellt. Es gibt zum Frühstück nur Kräutertee und eine Tasse F.X.Passagesalz, das eine ähnliche Wirkung wie Glaubersalz hat aber besser schmeckt. Nach dieser Darmentleerung gibt es in den nächsten 5 Tagen nur noch viel Kräutertee, viel stilles Wasser, mittags ein Glas Gemüse-/ Fruchtsaft und am Abend eine leichte, fast salzfreie Gemüsebrühe. Das Highlight ist eine Tasse Kräutertee mit einem Teelöffel Honig am Nachmittag. Dieser erste Fastentag ist nicht ohne. Ich fühle mich schlapp und habe Kopfweh. Dass es draußen immer noch regnet ist in diesem Fall ganz angenehm. Ich kann mich faul im Spa entspannen.
Die nächsten vier Tage laufen ähnlich, wenn auch etwas aktiver ab. Ich habe einige Anwendungen wie die Lymphdrainage, Entspannungs- und Atemtraining, Kneippsche Bürstenmassage, normale Massage etc. und ein Sportprogramm unter anderem mit Yoga und Qi Gong Anleitung. Die Mahlzeiten sind die Höhepunkte des Tages aber großer Hunger ist nicht mehr vorhanden. Dennoch stellt sich bei mir der Energiekick und die Euphorie nicht so recht ein. Ich nutzte die regenfreien Phasen um hinaus zu gehen aber es beschränkt sich auf eine Radtour und eine paar Spaziergänge durch Oberstdorf. Den überall angebotenen kulinarischen Verlockungen zu widerstehen fällt mit erstaunlich leicht. Bis auf den letzten Fastentag, da wird mir morgens ganz mulmig und ich fürchte es nicht mehr auszuhalten. Daher greife ich auf einen Tipp des Küchenchefs zurück und gönne mir zum Frühstück drei Trockenpflaumen und eine Scheibe Knäckebrot. So halte ich den Rest des Tages dann auch durch und freue mich auf den ersten Aufbautag. In der ganzen Zeit bekomme ich von den Mitarbeitern und den anderen Gästen viel Zuspruch und Ermutigung. Alle fragen gespannt nach meinem Befinden und erzählen eigene Erlebnisse mit Fasten und Detoxing. In Schüle’ s Gesundheitsresort & Spa nehmen anfangs alle Mitarbeiter an den angebotenen Programmen teil um diese selbst kennenzulernen und die Erfahrungen mit den Gästen teilen zu können.
Aufbautage - Ausklang der Detoxing-Woche
Dann kommt der erste Aufbautag und ich bekomme zum Frühstück einen gedämpften Apfel - es ist eine Offenbarung. Mittags gibt es sogar eine pürierte Kartoffel-Gemüsesuppe und so geht es Mahlzeit für Mahlzeit langsam aufwärts. Auf Alkohol, Kaffee und Schwarztee wird natürlich ganz verzichtet. Zum Glück rauche ich nicht, denn auch darauf sollte man während der Detoxing-Kur verzichten.
Die Küche achtet auch in den folgenden Tagen auf meine Menüauswahl, macht Vorschläge und reduziert die Speisen auf meinem Teller bei jedem Essen. Ich freue mich, wieder an den Mahlzeiten teilzunehmen und kann in den letzten Tagen meines Aufenthaltes sogar noch an einem abendlichen Candle-Light Dinner teilnehmen. Dazu gibt es dann auch ein Glas Sekt.
Mein Fazit: Detoxing sollte man mal ausprobieren
Die Kilos sind nicht so sehr gepurzelt aber ich fühle mich besser, fitter und bin entspannt und ausgeruht. Beim abschließenden Arztgespräch wird mir die Wirkung auch bestätigt. Die Ärztin, Frau Dr. Gabriele Kappeler nimmt meine veränderte Ausstrahlung wahr.
Ich nutze die letzten Tage um mich in der Umgebung umzuschauen und kleine Ausflüge zu unternehmen. Ein besonderes Erlebnis bietet eine Wanderung durch die Breitachklamm. Eine natürliche Schlucht in der man die Naturgewalten hautnah erlebt.
Mein Fazit: Detoxing sollte man mal ausprobieren. Ich habe mich wohlgefühlt und meinen Körper besser kennen gelernt. Scheinbar sind die Erfahrungen bei jeder Person anders und sie sollen auch vom Alter abhängen. Die basische Ernährung beim Detoxing bringt den Körper richtig in Schwung und besonders toll ist die anschließende intensive Geschmackswahrnehmung bei den Speisen. Selbst kaum bis leicht gewürzte Gerichte schmecken angenehm intensiv.











