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Warum eigentlich fasten?



Für die einen ist es religiöse Tradition, die sie alljährlich zum Nahrungsverzicht treibt. Für die anderen ein Weg zur Verbesserung ihrer Gesundheit. Wieder andere betrachten das Fasten als eine Art „Diät“, mit der sie hoffen, ein paar Pfunde loszuwerden. Und schließlich sind da noch diejenigen, für die Fasten einem „inneren Frühjahrsputz“ gleichkommt: Sie möchten sich von Überflüssigem trennen, neu orientieren und gestärkt ihren erwünschten Lebensstil fortsetzen.

Klassischer Fastenbrecher: Apfel (Bild: Rainer Sturm/ pixelio.de)

Wer den Verzicht auf Nahrung dazu einsetzen möchte, Gewicht zu verlieren, der sollte sein Augenmerk schon jetzt auf die kritische Zeit nach dem Fasten richten. Denn erst dann wird der Grundstein gelegt für eine dauerhafte Ernährungsumstellung, die schließlich eine gesunde Gewichtsreduktion bis zum individuellen Normalgewicht bewirkt. Mit anderen Worten: Fasten ist immer nur der Einstieg. Die eigentliche Verhaltensänderung beginnt danach, wenn uns der Alltag wieder hat.

Auch wer das Fasten eher als mentale Bereicherung betrachtet, kann eine Menge damit erreichen. Denn der bewusste Verzicht stärkt das Selbstvertrauen. Er zeigt: Ich schaffe, was ich mir vorgenommen habe. Zugleich führt der Verzicht zu einer stärkeren Konzentration auf das, was uns persönlich wichtig ist. Dinge, die der Alltag sonst mit seinen Eindrücken und Anforderungen verdeckt, treten jetzt glasklar hervor. Aus diesem Grund sollte man beim Fasten die Reize von außen etwas eindämmen. Es bietet sich an, ein paar Tage Urlaub zu nehmen. Freunde und Familie zu informieren, damit viel Raum für uns selbst da ist. Wer möchte, fährt in ein Hotel, das entsprechende Fastenkuren anbietet.

Welche Methode man zum Fasten wählt, sollte behutsam und mit Augenmaß entschieden werden – eventuell nach Beratung durch einen fachkundigen Arzt oder Therapeuten. Wichtig ist, dass man die Wirkung des Nahrungsverzichts auf die eigene Leistungsfähigkeit nicht unterschätzt und die Ziele des Fastens realistisch betrachtet. Eben weil das Fasten ein guter Türöffner zur Veränderung des eigenen Lebensstils ist, sollte man immer schon vorab planen, wie der Alltag nach dem Fasten aussehen könnte. Und dann heißt es: gespannt sein. Denn Fasten ist auch ein kleines Abenteuer, das so manch überraschende Einsicht bereithält.

Tanja

Über 

Tanja ist auf der Suche nach allem, was das Leben genussreich und lebendig macht. Zu Essen und Wein sagt sie selten Nö – vorausgesetzt, es ist gut und lecker. Am liebsten kocht sie jedoch selbst. Dabei probiert sie immer wieder neue Richtungen aus, aktuelle Passion: Rohkost. Wenn Tanja nicht gerade beratend oder textend für ihre Kunden unterwegs ist, erfindet sie ihre eigenen Geschichten, die sie auch selbst illustriert – sind aber noch geheim ☺

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