
Entspannter arbeiten nach dem Fasten (Bild: Konstantin Gastmann / pixelio.de)
Während des Fastens schaltet man ganz automatisch einen Gang runter. Man entschleunigt, weil der Nahrungsverzicht es verlangt. Durch die Langsamkeit wird Fasten zu einem Brennglas für die eigenen Bedürfnisse und Befindlichkeiten. Das ist manchmal wie eine kleine Offenbarung. Oft hat man im Job gelernt, die eigenen Bedürfnisse den scheinbar notwendigen Erfordernissen der Arbeit unterzuordnen.
Beim Fasten treten sie wieder deutlich hervor. Man erkennt zum Beispiel, dass man sich viel zu sehr stressen lässt: Von dem Kollegen Müller, der seinen Druck gerne an Andere weitergibt und dadurch in der ganzen Abteilung Hektik verbreitet. Oder von der Kollegin Peters, die grundsätzlich unsere geschlossene Bürotür („Bitte nicht stören“) missachtet, und immer dann auf der Matte steht, wenn wir uns gerade konzentrieren möchten. Doch auch im Privatleben lauern Stressfallen: Der Haushalt wartet, die Familienfeiern häufen sich im Kalender und überhaupt – wollten wir nicht endlich mal mit Sport anfangen?
Beim Fasten treten die eigenen Bedürfnisse wieder klarer hervor: Täte es nicht gut, mehr Pausen zu machen? Öfter mal rausfahren, in den Wald, an den See, ans Meer und Natur genießen. Oder vielleicht das Gespräch mit den Kollegen suchen und die eigenen Bedürfnisse etwas deutlicher machen. Nachdem man eine ganze Weile im Hamsterrad von Job und Privatleben rotiert hat, wirkt eine Fastenkur wie ein Ausstieg aus der Zeit, ein Einstieg ins Hier und Jetzt. Und das setzt jede Menge Energie frei, mit der man die viel zitierte Work-Life-Balance in Job und Privatleben wieder deutlich besser geregelt bekommt.
(Bild: Konstantin Gastmann / pixelio.de)






