Kaum naht der erste Advent, leuchten wieder die Fenster und Bäume. Die Straßen sind bunt geschmückt und überall riecht es nach Glühwein und Spekulatius. Eigentlich liebe ich diese Zeit - nur leider fehlt mir immer die Muße dazu.
Im Job ist jedes Jahr eine Menge zu tun, denn vieles muss erledigt werden bis zum Jahresende. Ich habe den Ehrgeiz, die besten und tollsten Geschenke für meine Lieben zu finden - obwohl wir jedes Jahr darüber sprechen, das Schenken ganz abzuschaffen!
Dann sind da noch die vielen Weihnachtsfeiern und Treffen mit Freunden. Man hat das Bedürfnis, unbedingt noch alle Menschen zu treffen, die man das ganze Jahr vernachlässigt hat. Als ob es einen Countdown gäbe und es im nächsten Jahr dazu keine Gelegenheit mehr wäre!
Und selbst wenn man sich diesen gesellschaftlichen Zwängen vollständig entziehen könnte - die Hektik und das stetige Pulsieren der Stadt sind schwer zu ignorieren. Der Weihnachtsmarkt-Tourismus läuft auf vollen Touren, Restaurants sind wegen ‚geschlossener Gesellschaft‘ ausgebucht, Bahnen und Straßen hektisch und voll. Stress.
Was sagen die Chinesen noch? ‚Wenn Du es eilig hast, gehe langsam‘ Was kann ich also tun, um die besinnliche Adventszeit für mich zu entschleunigen? Vielleicht ein freier Tag, der mit einem Waldlauf beginnt und weiter geht mit einem guten Buch oder einer Tasse Tee. Oder einfach mal meinen Anspruch runter schrauben was die Geschenkehitliste und Verabredungen betrifft. Vielleicht buche ich sogar mal ein Vorweihnachts-Arrangement im Wellnesshotel inklusive Weihnachtsduft-Massage. Ich sitze ja schließlich an der Quelle.
Ob ich das wohl mit Arbeit, Freunden und Familie vereinbaren kann? Das ist alles eine Frage der Organisation, oder?






