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5 Fragen zu: Ayurveda



Yoga

Teil der ganzheitlichen Ayurveda-Lehre: Yoga

Jeder hat es schon mal gehört, aber kaum jemand weiß, was sich genau dahinter verbirgt. So könnte ich meine Umfrageergebnisse zu Ayurveda im Freundeskreis zusammenfassen. Ich gebe zu, auch ich bin noch recht unbedarft, was das Thema anbelangt. Und das, obwohl ich eine hohe Affinität zu den verschiedenen Heilslehren aus dem indisch-asiatischen Raum habe. Ich habe mir daher ein paar Fragen gestellt, die ich hier für mich (und euch natürlich) beantworten möchte. Sprich: Ayurveda für Anfänger!

Ayurveda – ist das überhaupt etwas Indisches?

Ja, wörtlich übersetzt heißt Ayurveda „Wissen vom Leben“ und gilt als die älteste Gesundheitslehre der Welt. Über tausende von Jahren überlieferten sich die Völker Altindiens die Grundsätze dieser Lehre, frühe Verschriftlichungen stammen aus dem ersten Jahrhundert vor Christus. Bis heute werden die Lehren des Ayurveda nicht nur in Indien, Nepal und Sri Lanka angewendet, sondern auch in immer mehr westlichen Ländern. Die uralte Lehre ist also heute höchstlebendig und wird auch über Indien hinaus ständig weiter entwickelt.

Gehört Yoga zu Ayurveda?

Wer Ayurveda hört, denkt meist auch an Yoga. Man meint, die beiden hängen irgendwie zusammen. Und das stimmt auch: Als ganzheitliche Heilkunst umfasst Ayurveda Massagen- und Reinigungstechniken, Ernährungsregeln, Pflanzenheilkunde und eine spirituelle Yogapraxis. Deren Körper-, Atem- und Meditationsübungen sollen Körper, Geist und Seele des Menschen in Einklang bringen. Auf diese Weise wird die Fähigkeit zu Achtsamkeit gestärkt und die nötigen geistig-emotionalen Grundlagen geschaffen, um ein bewusstes und gesundes Leben zu führen. Heutzutage versteht man unter Yoga mehr die körperlich anspruchsvolle Variante des Hatha-Yoga. Früher dominierten die spirituellen Formen, die wir heute eher als Meditation bezeichnen würden. Ungeachtet dessen lassen sich alle Formen als Elemente in die ganzheitliche Lebensform des Ayurveda einbetten. Es kommt eben darauf an, es nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil einer viele Elemente umfassenden Philosophie.

Ist Ayurveda eine Heilkunst, sprich: Wendet man sie an, wenn man krank ist?

Wie alle Heilslehren im asiatischen Raum konzentriert sich auch Ayurveda in erster Linie auf die Vorbeugung von Krankheiten, die Prävention. Mit anderen Worten: Während wir uns im westlichen Raum meist auf die Behandlung von Krankheiten fokussieren, dient Ayurveda vor allem der Förderung von Gesundheit. Es geht also darum, mithilfe der ayurvedischen Lehren Krankheit gar nicht erst entstehen zu lassen. Dennoch findet Ayurveda als Alternativmedizin Anwendung und Anerkennung – vermehrt auch in schulmedizinischen Einrichtungen. Dort kommt es meist ergänzend zum Einsatz, beispielsweise bei psychosomatischen Krankheitsbildern wie Bluthochdruck, Reizmagen, Allergien und Erschöpfungszuständen.

Wenn jemand Ayurveda macht, was genau macht er dann?

Die Gesundheitslehre Ayurveda ist ziemlich komplex. Stark vereinfacht gesagt, geht es um das Gleichgewicht verschiedener Energien in Körper und Geist. Wer Ayurveda macht, begibt sich daher zunächst in die Hände eines Therapeuten. Dieser diagnostiziert anhand verschiedener Parameter (Gespräche, Puls- und Zungendiagnostik) den individuellen Energiestatus aus ayurvedischer Sicht und stellt ein Behandlungskonzept auf. Dieses umfasst immer eine Reinigung des Körpers durch Massagen und Entschlackungskuren, eine zum Typen passende Ernährungsweise, die ergänzt wird durch Pflanzenprodukte, sowie Yoga, Meditation und ein paar Alltagsregeln für einen ausgewogenen Lebensstil. Wenn jemand Ayurveda macht, kann er die eben genannte intensive Begegnung wählen. Er kann aber auch Teile davon für sich als wertvoll erachten und immer mal wieder eine Massage genießen, regelmäßig entschlacken und meditieren.

Gibt es auch Wellnesshotels, die Ayurveda anbieten?

Ayurveda und Wellness passen naturgemäß sehr gut zusammen. Beide bilden so etwas wie einen eigenen Lebensstil zu mehr Gesundheit und Lebensfreude, beide unterstützen die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers und können helfen, Krankheiten vorzubeugen. Von daher ist es naheliegend, wenn ein Wellnesshotel sich auf Ayurveda spezialisiert. Natürlich ist jedes Wellnesshotel anders, das heißt: Die einzelnen Häuser setzen auch noch mal individuelle Schwerpunkte bei der Umsetzung von Ayurveda. In unserer Hotelkooperation gibt es Häuser, die so etwas wie einen Schnupperkurs in Ayurveda anbieten, aber auch ausgewiesene Spezialisten. Da kann jeder Gast selbst entscheiden, wie intensiv er in Ayurveda eintauchen möchte.

Soweit mein kleiner Einstiegskurs in Ayurveda. Ich hoffe natürlich, dass ich euch ein wenig neugierig gemacht habe. Deshalb gibt es nächste Woche bei uns im Blog Ayurveda für Fortgeschrittene – inklusive Beispielen von Wellnesshotels, die sich darauf spezialisiert haben. Bis dahin, lasst es euch gut gehen!

Tanja

Über 

Tanja ist auf der Suche nach allem, was das Leben genussreich und lebendig macht. Zu Essen und Wein sagt sie selten Nö – vorausgesetzt, es ist gut und lecker. Am liebsten kocht sie jedoch selbst. Dabei probiert sie immer wieder neue Richtungen aus, aktuelle Passion: Rohkost. Wenn Tanja nicht gerade beratend oder textend für ihre Kunden unterwegs ist, erfindet sie ihre eigenen Geschichten, die sie auch selbst illustriert – sind aber noch geheim ☺

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